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Bill Wilson
New York - Der Straßen-Pfarrer von New York, Bill Wilson, gilt als Amerikas berühmtester Busfahrer, ob wohl er inzwischen nicht mehr der einzige ist, der an den Wochenenden in rund 50 Schulbussen die elternlosen Kinder der New Yorker Stadtteile von Brooklyn, South Bronx und Harlem abholt, um sich um ihr leibliches und seelisches Wohl zu kümmern. Zwei Drittel der Bevölkerung in diesen Gegenden leben von der Sozialhilfe. Der große hagere Mann mit dem schulterlangen Haar sieht eher wie ein Streetworker denn ein Pastor aus.
Als Bill noch ein Kind war, wurde er von seinen Eltern im Stich gelassen: Drei Tage lang saß der damals 13jährige an der Straßenecke, an der sich die Mutter von ihm getrennt hatte, und wartete. Ein Mann sammelte den Kleinen schließlich von der Straße auf, gab ihm Essen und sorgte für ihn.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten zahlt der inzwischen 52jährige diese Liebe zurück. Im Elendsviertel von Brooklyn harrt Pastor Wilson aus, um selbst verwahrloste Kinder aufzulesen und ihnen Woche für Woche in seiner Sonntagsschule neue Hoffnung zu geben. Ein gefährlicher Job, denn er hat nicht weniger als zwei Dutzend Morde erlebt und wurde einmal fast blind geprügelt.
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